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Mein Name ist Christian Böschen, ich bin Camper.

So müsste dieser Text beginnen, es ist aber vor allem nur die halbe Wahrheit. Es stimmt, ich bin Camper, vom Kindesalter an, meine Eltern kauften ihren ersten Wohnwagen im Jahr 1978 - meinem Geburtsjahr. Meine gesamte Kindheit verbrachte ich an den Wochenenden, in den Ferien und wann immer es ging mit meinen Eltern an der Nordsee (Neuharlingersiel) und in verschiedensten Orten Deutschlands und in Europa. Gerade Frankreich war immer das bevorzugte Reiseziel. Meine Eltern konnten kein Wort Französisch, ich lernte es erst in der Schule.

Die Jahre vergingen, es wurden viele Reisen gemacht, als ich allein begann zu reisen, tauschten meine Eltern den Wohnwagen gegen das erste Wohnmobil und erkundeten auf eigene Faust Europa. Ich wiederum gründete mein erstes Unternehmen, einen Kurierdienst, es muss nicht erwähnt werden, das ich trotz mangelnder Zeit und inzwischen drei Unternehmen im Speditionsgewerbe meine Leidenschaft für das Reisen und Camping nie verloren habe. Inzwischen habe ich, freiwillig, nicht nur die halbe Welt sondern so ziemlich jeden Ort in Europa bereist und mehrere Millionen Kilometer in großen Fahrzeugen verbracht.

Dieses Angebot an Camper ist allerdings nicht einfach so entstanden, es wartete seit 2014 auf seine Umsetzung und hat einen traurigen Hintergrund. Den Tod meines Vaters.

Wenige Tage vor Erreichen der Rente verstarb mein Vater am "plötzlichen Herztod" direkt zu Hause beim packen des Wohnmobils. Sämtliche Wiederbelebungsversuche durch meine Mutter scheiterten. In den darauf folgenden Tagen und Wochen, meine Mutter sollte noch Jahre benötigen um sich zu erholen, musste nicht nur der Nachlass organisiert werden, sondern vor allem der Verbleib des Wohnmobils stelle uns vor einige Herausforderungen. Für meine Mutter kam es in der großen Trauer nicht in Frage das Wohnmobil zu behalten, auch für mich war es eine schwierige aber irgendwann richtige Entscheidung das Wohnmobil zu verkaufen. In der Situation ein Wohnmobil von persönlichen Dingen zu befreien, Fotos zu machen, die Ablösung mit der Bank zu klären und im Endeffekt einen seriösen Käufer zu finden kam einem Albtraum nahe, auch wenn es letztendlich eine junge Familie gab, die hoffentlich sehr glücklich mit dem Fahrzeug wurde.

In den folgenden Monaten und Jahren kam mir immer wieder der Gedanke, was passiert wäre, wenn mein Vater während des Urlaubs, geplant war der absolute Lieblingsplatz meiner Eltern in Cavaliere, einem Stellplatz direkt am Mittelmeer, gestorben wäre. Wer hätte sich um meine Mutter gekümmert, wer um meinen toten Vater, beide sprachen wie gesagt kein einziges Wort französisch. Wer hätte das Wohnmobil abgeholt, wie hätten die auflaufenden gebühren bezahlt werden können. Der ADAC, dessen Leistungen ich sehr wertschätze, hätte lediglich den "Huckepacktransport" übernommen. Meine Mutter, völlig traumatisiert und der Hund wären schier verzweifelt. Mit einem Leihwagen 1600km bis nach Hause oder die Fahrt mit dem Zug wären unmöglich gewesen.

Sicher, ich hätte sofort alles stehen und liegen gelassen und wäre zur Hilfe geeilt.

Inzwischen hat die Zeit einige Wunden geheilt, meiner Mutter geht es den Umständen entsprechend gut, sie hat inzwischen einen sehr schönen, eigenen Wohnwagen mit dem sie kurze Strecken fährt und ich bin mit der Arbeit und meinen Reisen gut ausgelastet. In den letzen beiden Jahren der Pandemie hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, Ideen zu entwickeln und mir Gedanken zu machen, wie ich andere Camper unterstützen kann. Was tut jemand, der ähnlich wie meine Eltern ganz Europa bereist und ein Unglück passiert. Nicht nur ein Todesfall, auch eine Krankheit oder Verletzung können schon einige gewaltige Herausforderungen bedeuten. Was passiert, wenn niemand in der Familie oder im Freundeskreis schnell helfen kann? Was passiert, mit alleinreisenden Menschen? Aber wie kann ich auch den Campingplatzbetreibern helfen? Ein Freund betreibt einen Campingplatz und berichtet regelmässig von zurückgelassenen Fahrzeugen.

Ich betreibe wie oben erwähnt seit Jahren einen bedeutenden Kurierdienst in Bremen, eine internationale Spedition und einen ThinkTank für nachhaltige Logistik. In diesem Projekt sind einige meiner Mitarbeiter:innen, Freunde und Bekannte involviert.

Mehr über meine unternehmerischen Tätigkeiten erfahren Sie unter www.speditionskontor.de

Es ist eine Herzensangelegenheit und professionelle Dienstleistung zugleich.

Christian Böschen

In Erinnerung an meinen geliebten und bis heute sehr vermissten Vater, Klaus Böschen